- 15.01.2026
Beratungspraxis 2/2026
Die Arbeitsgemeinschaft wird entweder geleitet durch Simon Bulling, Steuerberater, Dipl.-Finanzwirt (FH) Marko Pircher oder Michael Schäfer, LL.B., Steuerberater.
Die nachfolgenden Themen bilden den Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft:
Aktuelle Rechtsprechung/Verwaltungsanweisungen
Besprochen werden insbesondere:
- Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Einspruch per E-Mail
- Schätzungsmethoden bei formellen Mängeln
- Pauschalen für das steuerfreie Aufladen von Elektrofahrzeugen (§ 3 Nr. 46 EStG) ab 2026 nicht mehr anwendbar
- Aufhebung des BMF-Schreibens zur AfA von Gebäuden nach der kürzeren tatsächlichen Nutzungsdauer
- Entgeltlicher Verzicht auf Nießbrauch bei einem vermieteten Grundstück
- Keine erweiterte Grundstückskürzung bei Halten von Oldtimern als Anlageobjekt
- Grunderwerbsteuer - Zweimalige Festsetzung für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen beim Auseinanderfallen von sog. Signing und Closing
- Befreiung von der Grunderwerbsteuer bei Teilung des Nachlasses
Die Rechtsform als Steuerfaktor - Einzelunternehmen oder GmbH?
Der Wechsel vom Einzelunternehmen zur GmbH zählt seit Jahren zu den regelmäßig wiederkehrenden Fragestellungen in der steuerlichen Beratung. Gerade bei unternehmerisch erfolgreichen Mandanten kommen dank Impulsen aus dem Internet, aus Fachartikeln oder aus Gesprächen im unternehmerischen Umfeld mit der Annahme in die Kanzlei, die GmbH sei der naheliegende nächste Schritt zur Steueroptimierung. Der Beitrag setzt genau an dieser Stelle an und schafft eine fachlich fundierte Einordnung jenseits vereinfachender Steuersparversprechen.
Im Mittelpunkt steht eine strukturierte Analyse der steuerlichen Unterschiede zwischen Einzelunternehmen und GmbH - unter Einbeziehung klassischer Argumente wie Thesaurierung, Körperschaftsteuerbelastung, Ausschüttungen und verschiedener Netto-Lohn-Optimierungen. Dabei wird bewusst nicht isoliert gerechnet, sondern der Blick auf die tatsächliche Beratungspraxis gerichtet: Welche Effekte sind realistisch, welche Annahmen werden häufig übersehen und an welchen Stellen entstehen in der Praxis Fehlvorstellungen?
Der Beitrag liefert damit keine pauschale Empfehlung, sondern ein belastbares Entscheidungsraster für die Beratung. Er unterstützt Sie dabei, Mandantenargumente sachlich einzuordnen, Gestaltungen kritisch zu hinterfragen und fundiert zu begründen, warum ein Rechtsformwechsel sinnvoll sein kann - oder eben auch nicht. Eine wertvolle Grundlage für Beratungsgespräche, in denen mehr gefragt ist als ein schneller Steuersparvergleich.
Ergänzend zum fachlichen Beitrag erhalten Sie zwei Mandanten-Musterschreiben, die über Neufang Online zum Download bereitstehen. Diese sind gezielt für typische Beratungssituationen konzipiert, in denen Mandanten mit vorgefassten Erwartungen an einen Rechtsformwechsel herantreten. Die Schreiben unterstützen Sie dabei, komplexe steuerliche Zusammenhänge verständlich darzustellen, Chancen und Grenzen transparent zu kommunizieren und Ihre Beratung fachlich fundiert sowie argumentativ souverän abzusichern.
Es bestehen drei Möglichkeiten, an dieser Arbeitsgemeinschaft teilzunehmen:
- Video-Seminar: Die Videos werden voraussichtlich ab dem 15.2.2026 online verfügbar sein.
- Webinar: Den Termin für das Webinar und den Link zur Teilnahme finden Sie künftig bei Neufang Online:
https://online.neufang-akademie.de/webinars - Präsenzveranstaltung: Eine vorherige Anmeldung zu unseren Präsenzveranstaltungen ist nicht mehr erforderlich. Die Termine finden Sie auf dieser Seite:
https://www.neufang-akademie.de/termine
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